Die Geschichte des Gasthof Zum Hirschen

Der Gasthof Zum Hirschen

Die Geschichte unseres Gasthofes hängt in tiefer Verbundenheit mit dem Wallfahrtsort Unsere liebe Frau im Walde zusammen. Jahrhunderte lang war das Haus ein Hospiz, das Verpflegung und Unterkunft für Pilger, Kreuzzügler und Händler die über den Gampenpass ihre Geschäfte abwickelten bat. Es lebt heute als ein beliebter, familiär geführter Gasthof weiter.

Mit dem Umbau im Winter 2016-17 kehrt der Familienbetrieb zu seiner ursprünglichen Schlichtheit zurück, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Im April 2017 öffnet das neue Hotel Gasthof Zum Hirschen wieder seine Tore und schafft für seine Gäste ein stilvolles Refugium zur aktiven Erholung und genussvollen Begegnung.

Der Wallfahrtsort

Der Weiler Unsere liebe Frau im Walde (1.342 m) ist ein bildhübscher und in ganz Tirol bekannter Wallfahrtsort. Er ist die wohl älteste Siedlung des Deutschnonsbergs.

Die Strecke über den Gampenpass wurde früher von Pilgern, Reisenden, Händlern und Kreuzzüglern, die vom Norden kamen und Richtung Rom unterwegs waren, wegen der häufigen Überschwemmungen im Etschtal bevorzugt. Diese Straße wurde auch Salzstraße genannt und diente als Verbindungsstrecke zwischen den Salzgruben in Österreich–Bayern und dem Nonstal (Valle di Non) weiter bis nach Sulzberg (Val di Sole), Indikarien und Brescia.

Zur Zeit um das 11. und 12. Jahrhundert, die Zeit der Kreuzzüge, wurde hier in Unsere liebe Frau im Walde ein Hospiz bzw. Kloster mit Fremdenherberge gegründet, um Pilgern und Reisenden Herberge und Unterkunft zu bieten.

Die Wallfahrt mit angeschlossenem Kloster und Hospiz wurde von den Hospitaliern geführt, eine kleine Ordensbruderschaft, die aufgrund ihres religiösen Eifers und ihrer Gastfreundschaft sehr geachtet und beliebt war. Besonders bemerkenswert: bei schlechtem Wetter hatten die Brüder des dazugehörigen Klosters die Verpflichtung, Reisende ein Stück zu begleiten.

Das Kloster erfreute sich zusehends steigendem Ansehens. Urkundlich ist festgehalten, dass das Hospiz bereits 1184 n.Chr. bestand (aus einem Dokument vom Papst Lucius III). Im Jahr 1321 n.Chr. wurde das Hospiz samt Kirche dem Augustinierkloster (Au) Gries unterstellt, von da an wurde es von Benediktinern geführt.

1432 wurde die neue gotische Wallfahrtskirche eingeweiht. Neben den geschnitzten Barockaltären kann man auf dem prachtvollen Hochaltar einen verglasten Rokokoschrein mit dem Gnadenbild Maria mit dem Kinde bewundern.

Jahrhundertelang hatten Hospiz und Wallfahrtskirche "im Walde" am Nonsberg große Bedeutung. Auch in der neueren Zeit, wenn auch der Pilgerstrom nachgelassen hat, ist es immer noch ein viel besuchter und sehr beliebter Wallfahrtsort geblieben.